BUND Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland


Naturgartenführung auf der Reichenau

 

Die BUND-Gruppe Reichenau ließ sich jüngst durch die faszinierende Welt eines Naturgarten-Paradieses auf der Insel füh- ren: den liebevoll und fantasiereich gestalteten „Sonnenwinkel“ an der Ergat 9.

Lisa und Hansfried Koch erläuterten dabei die wesentlichen Punkte eines Naturgartens und dass es wichtig ist, ihn mit möglichst vielen weiteren Gärten zu vernetzen, die ebenfalls Lebensräume für die einheimische Tier- und Pflanzenwelt bieten.

Worauf es bei einem Naturgarten ankommt:

• Naturnahen Lebensraum für Tiere und Pflanzen schaffen – Der Garten soll arten- und strukturreich sein, denn Tiere und Pflanzen haben unterschiedliche Bedürfnisse was Boden, Feuchtigkeit, Licht und Ruhe angeht. In den meisten Hausgärten müssen diese Lebensräume erst durch die Anlage abgemagerter Kies- und Sandbeete oder anderer Strukturen wie Totholz- und Reisighaufen, Trockenmauern mit offenen Fugen, Feuchtbiotope u.a. geschaffen werden. Der Fantasie sind hier keine Grenzen gesetzt.

• Einheimische Wildpflanzen, sie sind überlebensnotwendig für viele spezialisierte Insekten. Dabei auf eine lange versetzte Blühfolge achten, damit ein Nahrungsangebot während der gesamten Vegetationszeit vorhanden ist.

• Verzicht auf Kunstdünger, Torf und Gifte. Toleranz gegenüber Frasschäden an Pflanzen; das natürliche Gleichgewicht verhindert eine massenhafte Vermehrung von sogenannten „Schädlingen“.


Anregungen gibt es in der Fachliteratur (z.B. www.pala-verlag.de), bei Naturgarten e.V. (www.naturgarten.org), regional bei Bodenseegärten – Natur im Garten (www.bodenseegaerten.eu/naturimgarten) oder beim BUND (www.bund-natur- schutz.de/oekologisch-leben/naturgarten).

Quelle: http://www.bund-reichenau.de/aktuell/